Astrofotografie

Vor gut drei Jahren (2023) habe ich eher zufällig zur Astrofotografie gefunden – und bin unendlich dankbar, dass es genau so gekommen ist. Denn es geht dabei für mich um weit mehr als nur das Fotografieren. Wenn ich nachts alleine auf die Berge, durch Wälder oder abgelegene Orte wandere, um den Sternenhimmel festzuhalten, ist das für mich ein ganz besonderer Moment. Diese Ruhe, diese Einsamkeit – sie haben etwas zutiefst Beruhigendes, fast Meditatives. Es spielt keine Rolle, ob Sommer oder Winter – sobald die Milchstrasse am Himmel erscheint, zieht es mich hinaus. Auf meinen nächtlichen Touren entdecke ich immer wieder neue Orte und Perspektiven. Das macht jede Aufnahme zu einem kleinen Abenteuer. Wenn du Lust hast, mich auf diesen Reisen zu begleiten, dann wirf gerne einen Blick in die Galerie weiter unten – ich freue mich, meine Sicht auf die Nacht mit dir zu teilen.

Galerie

Alpenzauber

Dieses Bild entstand an einem abgelegenen Ort hoch oben in den Liechtensteiner Alpen – fernab von künstlichem Licht und Zivilisation. In der klaren Winternacht lag eine stille, fast magische Atmosphäre über der verschneiten Landschaft. Der Himmel zeigte sich in beeindruckender Klarheit: Die Milchstrasse spannte sich als leuchtendes Band über das Tal.
Trotz des kurzen Aufstiegs wirkt der Moment oben wie losgelöst von der Zeit – eine stille Begegnung mit der Natur und dem Nachthimmel.

Licht, Stille, Gewitter - Nachthimmel Säntis

In einer klaren Sommernacht, oberhalb der Berghütte „Alter Säntis“, eröffnet sich ein faszinierender Blick über das Alpsteingebiet. Die Milchstrasse zieht sich wie ein leuchtendes Band über die schroffen Gipfel und spannt den Himmel über der Ostschweiz in voller Pracht auf.

Links im Hintergrund kündigt ein entferntes Gewitter seine Präsenz mit dezenten Lichtblitzen an – ein spannender Kontrast zur Stille der umliegenden Täler, die nur von wenigen, fernen Lichtern durchbrochen wird.

Dieses Bild vereint die Ruhe der Berge mit der Dynamik des Himmels und zeigt, wie sich Licht, Wetter und Landschaft in einem flüchtigen, aber eindrucksvollen Moment begegnen.

 

Nächtlicher Ruf

Diese Aufnahme aus den Churfirsten bleibt mir besonders in Erinnerung. Es war eine klare Nacht, die Kulisse beeindruckend – doch nicht nur die Landschaft machte diesen Moment unvergesslich.

Ich war nicht allein dort oben. Keine anderen Fotografen, keine Wanderer – sondern Wölfe. Gesehen habe ich sie nicht, aber ihr Heulen hallte durch die Berge.

Angst verspürte ich keine – vielmehr war es ein tiefes Gefühl von Respekt, und Faszination vor der Natur. Ein Moment, der sich eingeprägt hat – und den dieses Bild für mich immer wieder lebendig macht.

Berninas Zauber

Für mich zählt das Berniagebiet zu den eindrucksvollsten Bergpanoramen der zentralen Ostalpen. In einer sternenklaren Nacht, bei eisigen -20 °C, machte ich mich von der Diavolezza Berghütte auf den Weg – rund 30 Minuten in Richtung Gipfel. Trotz der Kälte und körperlichen Anstrengung war es jede Mühe wert. Die Stille und die majestätische Bergwelt hinterliessen einen bleibenden Eindruck.

Weit und still

Diese Aufnahme entstand in der hochalpinen Region rund um den Flüelapass – einem Ort, der Ruhe, Weite und Wildheit in sich vereint. Die Wanderung dorthin forderte Zeit, Geduld und Ausdauer. Doch jeder Schritt wurde belohnt: Ein intensiver Sonnenuntergang tauchte die Bergwelt in goldenes Licht, ehe die Nacht hereinbrach und den Himmel in ein Meer aus Sternen verwandelte.

Besonders eindrucksvoll zeigte sich in dieser Nacht die Milchstrasse – klar, detailreich und lebendig. Über den schneebedeckten Gipfeln, im Spiegel ruhiger Bergseen, entstand ein Moment voller Stille und Staunen. Ein Moment, den ich mit meiner Kamera festhalten durfte.

 

Zwischen Lava und Licht
Diese Aufnahmen entstanden nachts im Nationalpark Teide auf Teneriffa.
Allein unterwegs in dieser kargen, offenen Landschaft, hatte ich das Gefühl, für einen Moment ausserhalb der Zeit zu stehen.
Die Umgebung erinnerte an eine Mondlandschaft – rau, weit, fast fremd.

Was mich dort besonders fasziniert hat:
Die Milchstrasse war klar sichtbar – nicht nur durch die Kamera, sondern mit blossem Auge.
Der Himmel spannte sich ruhig über das erstarrte Lavagestein, und trotz der Weite lag eine besondere Klarheit über allem.

„Zwischen Lava und Licht“ ist meine persönliche Annäherung an diesen Moment – zwischen Einsamkeit und Verbundenheit, zwischen dem, was alt ist, und dem, was unendlich scheint.

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